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48 Teams. 12 Gruppen à 4 Mannschaften. Die zwei Gruppenersten plus die acht besten Gruppendritten kommen ins Sechzehntelfinale. Das sind 32 Teams in der K.o.-Runde — mehr als in der gesamten EM 2024 als ganzes Turnier teilgenommen haben.
Deutschland steht in Gruppe D: gegen Mexiko (Eröffnung, siehe Faden #2109), Kroatien und Tunesien. Auf dem Papier eine machbare Gruppe — auf dem Platz alles andere als Selbstläufer.
Was am 48-Team-Format ich gut finde
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Mehr Spiele. 104 statt 64. Wer Sportwetten in dieser Zeit nicht überlebt, macht's nicht richtig. Bundesliga-Konferenz-Niveau täglich, nur halt im Sommer.
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Die unkonventionelleren Aufstiegs-Routen. Acht Dritte qualifiziert — bedeutet, eine Gruppe mit zwei starken Außenseiter-Teams kann beide weiterbringen, was bisher unmöglich war.
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Wirtschaftliche Beteiligung kleinerer Verbände. Tunesien, Saudi-Arabien, Iran, Kanada — Teams, die historisch früh raus waren, bekommen ein realistisches Achtelfinal-Szenario.
Was am Format Mist ist
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Vier-Spiel-Gruppen können Last-Day-Theater erzeugen. Bei der EM 2024 war Spanien-Albanien irrelevant für Spaniens Spitzenplatzierung — das gleiche Risiko gibt's auch bei der neuen WM. Ehrlich gesagt diskussionswürdig.
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Die Auslosungs-Wahrscheinlichkeiten sind asymmetrisch. Eine Topf-1-Mannschaft mit Topf-3-Glück hat im Sechzehntelfinale plötzlich eine Topf-4-Mannschaft als Gegner. Glück wird verzerrt verteilt.
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Die Dramaturgie der KO-Runde leidet. Achtelfinale = ehemaliges Viertelfinale-Niveau. Wer früh aus dem Turnier fliegt, hat einen "echten" Gegner gezogen — wer Glück hat, spielt sich durch eine zweite, abgeschwächte Vorrunde. Hätte hätte Fahrradkette ist das nicht — das ist eine strukturelle Frage des Formats.
Für Deutschland konkret
Pot 1 zum Auftakt gegen Pot 4 (Mexiko ist Co-Gastgeber → Pot-Bonus, sonst wären sie Pot 2-3). Das Eröffnungsspiel ist ein hartes Spiel mit Heimvorteil-Komponente, aber nicht das stärkste in unserer Gruppe.
Das stärkste Spiel ist Kroatien. Modrić ist 40, klar — aber Kovačić (jetzt bei Man City zweite Saison, 28 Pflichtspielminuten-pro-Spiel-Schnitt), Pašalić (Atalanta, hat die Conference-League-Saison 25/26 dominiert), Sosa (Stuttgart-Linksverteidiger neben Mittelstädt — die zwei kennen sich exzellent), Gvardiol (City-IV) sind alle in Top-5-Ligen unterwegs. Kroatien war 2018 WM-Finalist, 2022 Dritter, 2026 vermutlich Achtelfinale-Niveau, kann aber an einem guten Abend jeden ärgern. Gegen die Niederlande haben sie 2024 in der Nations League 2:2 gespielt.
Tunesien ist Pot 4 mit Pot-3-Spielqualität. Sliti, Khazri, Msakni — Spieler aus französischen Ligen, gut gecoacht von Sami Trabelsi (übernahm 2024 von Kadri). Tunesien wird kein Selbstläufer, aber ein Spiel das wir gewinnen sollten. Per kicker-Saisonprognose: 1:0 oder 2:0, kein torreiches Festival.
Mein Outright-Tipp
Bei Boomerang.bet steht DE-Outright-Sieger 9.50. Bei Tenobet 9.00. Das ist im aktuellen Top-Tier-Cluster mit Frankreich (5.50), Brasilien (5.00), Argentinien (8.00), England (8.50), Spanien (7.00) eingepreist. Realistisch sehe ich uns als Top-6-Anwärter mit Halbfinal-Wahrscheinlichkeit ca. 25-30%. Macht die Outright-Wette zu 9.00 fair eingepreist, kein Edge.
Was ich besser finde: DE-Halbfinal-Einzug ist bei Mystake bei 2.85 zu haben — bzw. war es vor dem ter-Stegen-Aus. Aktuell 4.50 (siehe Faden #2116 zur Torwart-Krise). Bei der neuen Quote ist der Edge wieder vorhanden, wenn man an Nübels Bundesliga-Form glaubt.
Wie seht ihr das Turnier-Format? Mehr Drama, weniger Substanz — oder beides?